Topf und Deckl

Ein Reis(e)block

ECUADOR

Okay, okay – genau genommen waren wir ja (fast) nur auf den Galapagosinseln…


Workaway

Ende April & Anfang Mai 2024. „Waaah! Hat der mir grad echt ins G’sicht g’schissen?“

Nach langem Hin- und Herüberlegen entschließen wir uns kurzerhand, vor der letzten Destination auf unserer sich dem Ende zuneigenden Weltreise noch einen Abstecher auf die Galapagosinseln zu machen. Um uns aber etwas mehr in die Insel zu integrieren und nicht zu den gestressten 4-Tages-Touristen zu gehören, die meist aus Budgetgründen versuchen, ihr Programm so schnell und dicht wie möglich zu gestalten, haben wir uns im Vorhinein einen Workaway-Aufenthalt organisiert. Von Lima aus fliegen wir also erst mal nach Guayaquil, um dort für eine Transit Control Card unsere letzten Dollar aus unseren Taschen zu leeren, stopfen schnell die Heidelbeeren, die wir nicht auf die Insel mitnehmen dürfen, in uns hinein und werden am Flug schließlich mit einem Insektenvernichtungsmittel niedergesprüht, damit auch wirklich nichts auf die Inseln kommt, was dort nichts verloren hat.

Wir landen schließlich auf der Insel Baltra, auf der uns zwischen dem Landeplatz und dem Flughafengebäude, das nicht größer ist als ein Volksschulturnsaal, gleich mal ein Leguan begrüßt. Außer dem besagten Flughafen sowie einer einzigen Straße, auf der man von dem einzigen operierenden Busunternehmen zu einem überteuerten Preis zu einer Bootsanlegestelle geführt wird, von wo aus wir zur Insel Santa Cruz übersetzen, gibt es auf der Insel nur ein paar Gesteinsbrocken und Kakteen. Nachdem auf der anderen Insel der öffentliche Bus Richtung Zivilisation voll ist und auch das letzte Taxi mit den Fahrgästen auf der Pick-Up-Ladefläche verschwunden ist, werden wir kurzerhand von einem LKW-Fahrer mit Sack und Pack in die Fahrerkabine gequetscht. Auf die Frage, ob der Fahrer die ausschließlich chinesische Anzeige seines Trucks eigentlich verstehe, lacht dieser nur. 100 weitere Fragen später kommen wir dann schließlich bei unserer Workaway-Ranch an, die ca. 25 Fahrminuten vor der Hauptstadt Puerto Ayora im Hochland von Santa Cruz liegt. Die Einfahrt zu unserer Bleibe wird flankiert von einer defekten Toilette, die uns für die nächsten Tage als Wegmarke dient, wann immer wir den Busfahrern auf unserem Heimweg unseren Aussteigepunkt erklären wollen.

Die abgelegene Ranch, mitten im Grünen, besteht aus einem riesigen Waldstück mit Nutzholz, einem vorwiegend von Kälbern bewohnten Kuhstall, ein paar Obstbäumen und -stauden, die uns für die nächsten Tage mit frischen Orangen, Papayas und Bananen versorgen, sowie einem kleinen einstöckigen Häuschen mit angebauten Flugdächern, dessen Glanzzeiten schon längst vorüber sind. Herzlich empfangen werden wir von unserem Gastgeber Harry, der uns einlädt, uns ganz wie zu Hause zu fühlen. Nachdem er in 2 Tagen Richtung Europa aufbrechen wird, erklärt er uns die Eigenheiten des Hauses, zeigt uns die Umgebung und stellt uns seinen Haustieren – 2 miesgelaunten Katzen und den beiden Hunden Coco und Negrito – vor, die uns in den nächsten 10 Tagen Gesellschaft leisten werden. Danach bringt uns Harry mit dem Auto nach Puerto Ayora und zeigt uns innerhalb von 1 Minute und 37 Sekunden die kleine überschaubare Stadt, die besten Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, bevor wir am Hafen aus dem Auto springen. Hier tummeln sich neben ein paar flanierenden Tourist:innen zahlreiche Seelöwen, die den Pier und die Sitzbänke in Beschlag genommen haben, während die Sonnensegel und Laternen von Pelikanen als Hochstand genutzt werden, bevor sich diese auf die von Oben erspähte Beute stürzen, die sich zwischen zahllosen in der Hafenanalage kreisenden Haien und Rochen sowie an den Bootstauen grasenden (oder eher algenden) Wasserschildkröten zu befinden scheint. Während die Pelikane gleich von kleinen Mitessern belagert werden, die teilweise auf ihren Köpfen landen, um ihnen die kleinen Fische aus dem Kehlsack zu stehlen, faszinieren uns vor allem die Blaufußtölpel, die nach Sichtung eines Fischsnacks ihre Flügel an ihren Körper klappen, um schließlich im kerzengeraden Sinkflug wie kleine Torpedos mehrere Meter unter die Meeresoberfläche zu dringen. So nah wie hier waren wir auf unserer Reise selten an der Tierwelt dran, und das unerwartet Schöne dabei ist die gegenseitige Akzeptanz zwischen Tier und Mensch sowie die Gleichgültigkeit von tierischer Seite. Nach einem kurzen Rundgang im lokalen Supermarkt, bei dem wir die Preise für Lebensmittel mit großen Augen bestaunen, geht’s zu einem Kiosk für ein Menú del Dia (Tagesmenü), das stets aus Suppe und einem Hauptgericht besteht und pro Person (nicht umgerechnet, sondern in der Landeswährung) nur 5 Dollar kostet.

Zurück auf der Ranch besteht unsere Aufgabe für die nächsten Tage eigentlich nur darin, das Haus während Harrys Abwesenheit in Schuss zu halten, den Rasen zu trimmen, sein Schnittholz zum Trocknen gut zu verstauen, die Tiere zu verpflegen und Negrito (mehrmals erfolglos) zu entlausen. Das war’s auch schon. Genügend Zeit also, um die Insel Santa Cruz und im Zuge von Tagestouren auch noch 2-3 andere Inseln zu erkunden. Das klingt jetzt natürlich alles schön und gut, wenn da nicht noch die Nächte wären. Nachdem die Ranch weder bewohnt, noch regelmäßig genutzt wird, gibt es in dem fern von jeder Zivilisation stehenden Häuschen nämlich noch zahlreiche andere Übernachtungsgäste. Während im oberen Stockwerk neben Herrn Frosch und Fräulein Gecko unzählige durch die undichten Holzwände hereinfliegende Motten, Nachtfalter, Wespen, Bienen, Spinnen und Käfer ihr Nachtlager aufgeschlagen haben, gleisen im unteren Stockwerk die Tausendfüßer in Scharen über den Boden. Nach der ersten Nacht, in der Matthias’ Zahnbürste von einem Gecko angekackt wird, entfernen wir schließlich alles, was uns lieb ist aus dem Bad. Nachdem Matthias dann außerdem fast täglich durch das Licht seines Kindles angelockte Nachtfalter inhaliert und Sabrina in der dritten Nacht von einem der Geckos einen vermeintlich gezielten Headshot (jap – wir reden hier von Geckokacke) abbekommt, wird nur mehr mit Decke über dem Kopf geschlafen. Es muss auch nicht immer so nah an der Tierwelt sein.  

Erster Insel-Hop gleich nach Ankunft. Erster Insel-Hop gleich nach Ankunft.
Puerto Ayora. Puerto Ayora.
Work away. Work away.
"Bitte da vorne beim Klo rauslassen". "Bitte da vorne beim Klo rauslassen".
Treue Begleitung. Treue Begleitung.
Abschiedsessen. Abschiedsessen.
Pulpo. Pulpo.
Lobster Santa Cruz. Lobster Santa Cruz.
Crema de Chocolate. Crema de Chocolate.
Für die guten Äuglein. Für die guten Äuglein.

Santa Cruz

Ende April & Anfang Mai 2024.

Hier sind wir also, auf den Galapagosinseln, die zu 97% aus Nationalparkgebiet bestehen, deren Gehsteige in den wenigen bewohnten Gebieten zur Abwechslung nicht mit Hundekacke, sondern Seelöwenkacke verziert sind und auf denen man mitunter bereits um 7 Uhr in der Früh kräftig Sonnencreme auftragen muss. Die Erkundung von unserer temporären Heimatinsel Santa Cruz müssen wir jedoch erst mal etwas nach hinten verschieben. Denn während Sabrina bereits an den letzten beiden Tagen in Lima (und das aber erstmalig nach mehr als 5 Reisemonaten, in denen sich die Okkasionen an hygienisch bedenklicher Nahrungsaufnahme nicht mal an 10 Händen abzählen lassen) mit dynamischeren Darmtätigkeiten konfrontiert ist, verbringt Matthias dann ein wenig versetzt seine ersten 2 Tage auf Galapagos vorzugsweise in Badezimmernähe. Als Sabrina an einem der Tage für einen Lebensmitteleinkauf alleine durch Puerto Ayora spaziert, bekommt sie auch erstmals den südamerikanischen Macho zu spüren, und zwar in Form von einer hoffentlich bald aussterbenden Subspezies der Primaten: „nachschmatzenden“ Taxifahrern. Ein paar freudigere Begegnungen mit sich sonnenden Wasserleguanen und mitten am Gehweg defäkierenden Seelöwen, deren Verhalten vergleichsweise zivilisiert erscheint, verschönern den Tag aber gleich wieder.

An Tag 3 ist es dann aber soweit und wir machen uns auf den Weg nach Tortuga Bay, an dem man – wie der Name schon sagt – vor allem Wasserschildkröten sichten kann. Nach einem viel zu langem Spaziergang durch einen wenig aufregenden Kaktuswald und die Überquerung eines sich unglaublich in die Länge ziehenden Surfstrands, an dem aufgrund der Strömung vom Schwimmen abgeraten wird, landen wir nach ungefähr einer Stunde Fußmarsch am Playa Mansa, wo neben einer größeren im Sand herumliegenden Leguanfamilie bereits ein paar Leute schnorcheln und ein paar weitere plantschen. Die Wasserschildkröten scheinen heute aber ausgeflogen zu sein. Stattdessen schwimmt beim Plantschen im seichten Gewässer aber plötzlich ein Babyhai in maximal 30 cm Abstand zwischen uns hindurch. Glücklicherweise war dieser wohl Vegetarier oder ihm lag noch ein anderer Badegasts schwer im Magen.

Um auch ein wenig das Insel-Festland zu erkunden, leihen wir für einen anderen Tag während unseres Santa-Cruz-Aufenthalts Fahrräder aus. Unser Gastgeber Harry hatte uns nämlich eine Schildkrötenfarm, die etwas westlich von unserer Bleibe gelegen ist, sowie einen kleinen Ausflug auf das östlich gelegene Vulkanplateau mit dem privaten Landschaftsgebiet Cerro Mesa empfohlen. Da wir zwischenzeitlich bereits auf Isabela eine Schildkrötenaufzuchtstation besucht hatten, lassen wir ersteres Ausflugsziel dann doch weg und rollen mit den Rädern direkt in den nächstgelegenen Ort, Bellavista. Von dort aus wurde uns empfohlen, unsere Räder einfach am Radträger, den hier jeder öffentliche Bus besitzt, zu befestigen, um so möglichst qualfrei in das höher gelegene Cascajo zu gelangen. Denn von dort sei es ohnehin noch ein steiles Stückchen bis nach Cerro Mesa. In der Ortschaft Bellavista steigen wir also erst mal von den Rädern und warten. Und warten. Und warten. Nachdem uns 4 verschiedene Personen ungefähr 7 verschiedene Zeiten nennen, an denen der Bus ungefähr eintreffen solle und dieser aber nach 1,5 Stunden Warten noch immer nicht kommt, steigen wir etwas ängstlich vor der bevorstehenden Route bergauf wieder auf unsere Räder und stellen fest, dass die nahezu autoleere Straße gar nicht so unbekömmlich ist wie erwartet. Etwas schlimmer ist dann aber tatsächlich das letzte Stückchen, sodass wir letzten Endes mit Gummibeinen beim Aussichtspunkt von Cerro Mesa ankommen. Ob sich das Strampeln gelohnt hat? Naja. Wir machen eine kleine Jausenpause, erkunden die Gegend und füllen dabei unsere Rucksäcke mit haufenweise herumliegenden Maracujas, von denen wir eine an eine alte Schildkrötendame abtreten, die uns über den Weg läuft. Danach rollen wir mit überhöhter Geschwindigkeit wieder zurück nach Puerto Ayora, um uns dort am Hausstrand der Inselbewohner:innen, Playa de la Estación, zwischen rot leuchtendem Krebsgetier auf Lavabrocken abzukühlen.

Viel mehr Spannendes als gelegentliche Besuche der tierischen Pierbewohner:innen von Puerto Ayora gibt es auf Santa Cruz dann auch nicht wirklich zu tun, weshalb wir uns nach eingehender Beratung von dem sehr ruhigen und bemühten Touragenten Fernando, bei dem wir uns auch die Räder ausgeliehen hatten, noch für 2 Tagesausflüge auf andere Inseln entscheiden, von denen wir separiert berichten.

Insel-Vibes. Insel-Vibes.
zzzzZZZZZzzzzz. zzzzZZZZZzzzzz.
Ist die Luft rein? Ist die Luft rein?
Grapsus grapsus. Grapsus grapsus.
Suchbild (wieder mal). Suchbild (wieder mal).
Zu zweit kuschelts sich am Besten. Zu zweit kuschelts sich am Besten.
Erster Ausflug. Erster Ausflug.
Iguana Time. Iguana Time.
Lost on the beach. Lost on the beach.
Zweiter Ausflug. Zweiter Ausflug.
Sharing is caring. Sharing is caring.
1. Einkehrschwung. 1. Einkehrschwung.
Ab hier wird geschoben. Ab hier wird geschoben.
Gilt auch für Sabrina. Gilt auch für Sabrina.
2. Einkehrschwung. 2. Einkehrschwung.
Die letzten Schritte. Die letzten Schritte.
Schon besetzt? Schon besetzt?
Energiezufuhr. Energiezufuhr.
Müde Kriegerin. Müde Kriegerin.
Am Rande des Vulkans. Am Rande des Vulkans.
Gegenverkehr. Gegenverkehr.

Isabela

Erster Mai 2024. „Schaut ja noch ein bisschen entspannter aus als Santa Cruz!“

Auf unserem ersten Tagestrip auf eine andere Insel sollte es in aller Früh mit einem Speedboat innerhalb von 2 Stunden zur Insel Isabela gehen. Nach 15 Minuten Fahrt stellt sich der Motor aber in eine Art Ruhemodus, der Kapitän entschuldigt sich und wir fahren wieder zurück, um auf ein anderes Boot umzusteigen. Mit einer halben Stunde Verspätung kommen wir dann auf Isabela an, wo nicht nur einige Einheimische in Hängematten den Schatten der Palmen genießen, sondern dicht an dicht auch ganze Seelöwen- und Iguana-Clans faul herumlungern.

Als unsere Tourgruppe dann schließlich vollständig von unserer heutigen Tourbegleitung Diana zusammengesammelt wurde, geht es als Erstes zu einem Tortuga Breeding Center, wo man Hunderte Schildkröten in unterschiedlichen Altersstadien vor ihren natürlichen Feinden – mit dem Hauptfeind Mensch – schützt, um den Fortbestand der verschiedenen endemischen Arten zu sichern. Während wir den ungefähr 20- bis 30-Jährigen Kleinkind-Schildis beim Fressen zuschauen können, geht es bei den jugendlichen 80-Jährigen, die gerade in der vollen Blüte ihrer Geschlechtsreife stehen, ganz anders ab. Denn hier ist neben laut knarzenden Panzern vor allem semi-erotisches dinosaurierartiges Röcheln der Männchen zu vernehmen.

Nächster Stopp nahezu direkt in der Hafenortschaft ist schließlich die „Laguna de Flamingos“, deren Name zumindest in unseren Köpfen im ersten Moment ein romantisches Bild evoziert, die aber am Ende nur aus einer braunen Pfütze mit genau 7 einbeinig balancierenden pinken Vögeln besteht. Nach nur wenigen Minuten geht es also zum noch viel weniger aufregenden Mittagessen weiter.

Das Highlight des Tages bildet dann definitiv der Nachmittag, an dem wir mit einem kleinen Boot in Hafennähe herumgondeln und dabei nicht nur Fregattenvögel, Blaufußtölpel und Pinguine erspähen, sondern vor allem auch Wasserschildkröten und Haie im türkisblauen Wasser sichten. 10 Minuten später heißt es Taucherbrille rauf, rein in die Flossen und ab ins Wasser. Durch enge Kanäle aus Vulkangestein schwänzelt die ganze Gruppe dem erfahrenen Tourguide nach. Zuerst gibt es nur ein paar Seegurken, eine Wasserschlange und viele kleine Fische zu sehen. Sabrina hat dabei das Pech, hinter einem der paar Hundestil-Schwimmer unserer Gruppe nachtümpeln zu müssen, der ihr mit seinem unkoordinierten Gestrampel haufenweise Bläschen ins Gesicht sprudelt und ihr damit die Sicht nimmt. Bis zu dem Moment, als der Guide ihm zuruft unverzüglich aufzuhören, weil sich in dem engen Kanal, in dem es keine Ausweichmöglichkeit gibt, unter uns zwei Weißspitzenhaie befinden, die man lieber nicht zu sehr irritieren sollte. Die ungefähr 2 Meter langen Exemplare tragen bei der gesamten Schnorchelgruppe zur Beschleunigung des Herzschlags bei, der uns unter Wasser nun in doppelter Lautstärke entgegenzupochen scheint. Und selbst der sonst so tiefenentspannte Matthias spricht erstmals von einem Nervenkitzel.

Nach dem Schnorcheln geht’s dann noch auf eine kleine A’a-Lava-Insel, die genauso aussieht, wie sie sich anhört und von der aus wir in einem kleinen Kanal noch ein Seelöwen-Weibchen beobachten können, dass seine Achterschleifen zieht.  Nicht ganz eindeutig ist jedoch, ob diese Seelöwin hier einen ewig langen Freudentanz vollführt oder ob sie sich vielleicht ihr hübsches Köpfchen gestoßen hat und sich einfach nur einem kleinen Karussellwahnsinn hingibt. Auf den Lavasteinen, auf denen es bis vor einem Jahr angeblich nur so vor Leguanen wimmelte, dass man aufpassen musste, nicht über einen zu stolpern, sehen wir am Ende durch die Adleraugen eines Kindes unserer Gruppe genau nur einen kleinen Leguan. Diana hat zu diesem rapiden Leguanrückgang eine traurige Vermutung: Und zwar, dass das Gift, das auf Isabela zur Bekämpfung von importierten Ratten und Katzen versprüht wird, die in den letzten Jahren vor allem den einzigartigen, einheimischen Vogelbestand dezimiert haben, möglicherweise seine Wirkung doch nicht nur – wie behauptet wird – auf Pelztiere zeigt.

Der frühe Vogel fängt den Fisch. Der frühe Vogel fängt den Fisch.
Boarding-Pass. Boarding-Pass.
Neue Mission. Neue Mission.
Sonnengruß. Sonnengruß.
Nur zum Schein. Nur zum Schein.
Hafen von Isabela. Hafen von Isabela.
Agent Sebastian Seelöwe. Agent Sebastian Seelöwe.
Wir ziehen schneller. Wir ziehen schneller.
Späherleguan Lorenzio. Späherleguan Lorenzio.
Rein ins Deppenmobil. Rein ins Deppenmobil.
Jungagenten. Jungagenten.
Regeneration. Regeneration.
Welcher is der Richtige? Welcher is der Richtige?
Welcher ist es bloß? Welcher ist es bloß?
Gleich haben wir ihn. Gleich haben wir ihn.
Stolzer Partner. Stolzer Partner.
Alles tippitoppi. Alles tippitoppi.
Wo ist der Auftraggeber? Wo ist der Auftraggeber?
"Uh, ein Barren!" "Uh, ein Barren!"
Halt! Stop! Halt! Stop!
Äußerst gefährliche Gesellen. Äußerst gefährliche Gesellen.
Maskerade. Maskerade.
Rückendeckung. Rückendeckung.
Agent Matthias in vollem Einsatz. Agent Matthias in vollem Einsatz.
Mir nach! Mir nach!
Superspezial. Superspezial.
Auftrag abgeschlossen. Auftrag abgeschlossen.
Tolle Leistung. Tolle Leistung.
Ein erfolgreicher Tag. Ein erfolgreicher Tag.
Baba Isabela. Baba Isabela.
Glücklich, wiedermal überlebt zu haben. Glücklich, wiedermal überlebt zu haben.

Santa Fé

Vierter Mai 2024. „Es gibt sie hier ja doch auch, die Vollhonks…“

Nachdem unsere Lust auf einen weiteren Tagestrip mit mindestens 4 Stunden Speed-Boot-Fahrt relativ gering ist, entscheiden wir uns bei Ausflug Nummer 2 für die Insel Santa Fé, die nur 45 Minuten entfernt liegen soll und aufgrund dessen, dass sie (zumindest von Menschen) unbewohnt ist, mit klarerem Wasser und somit besserer Schnorchelsicht als in Isabela aufwarten soll. Normalerweise muss man ja bei südamerikanischen Zeitangaben immer mindestens ein Drittel der ursprünglichen Dauer hinzufügen, heute sind es aber sogar zwei Drittel, weshalb wir dann doch erst nach 1:15 Stunde ankommen.

5 Minuten nach der Verankerung unseres Bootes, lassen wir uns dort direkt ins Wasser fallen, um uns an einer bunten Fischschar zu erfreuen. Sabrina, die sich bereits vor unserer Tour nach Isabela eine abdichtende Handyschutzhülle für Unterwasseraufnahmen gekauft hat, bei dem ersten Trip aber nach Kalibierungs- und Bedienungsproblemen kurzerhand das Handy aus ihrem Gesichtsfeld räumt und nur noch an ihrem Körper herumbaumeln lässt, übt jetzt noch ein bisschen, um sich auf die weiteren zwei in Aussicht gestellten Schnorchelgänge vorzubereiten und diesmal mehr als nur verschwommenes Blau zu fotografieren. Nach der kurzen Fischbeschau, die als kleines Warm-Up für all jene gedacht war, die noch nie Schnorcheln waren, und tatsächlich aber temperaturtechnisch in ein ziemliches Cool-Down ausgeartet ist, versammeln wir uns zum gemeinschaftlichem Gruppenbibbern und Teeschlürfen wieder an Bord.

Dann geht es weiter in eine kleine Bucht, in der wir erneut eintauchen, um einen kleinen Seelöwen-Kindergarten zu besuchen. Bis zu diesem kleinen Ausflug waren wir ja wirklich positiv überrascht, wie respektvoll die Galapagos-Tourist:innen den nötigen Abstand beim Fotografieren von den überall herumliegenden Tieren gewesen sind. Bei unserem Schnorchelgang müssen wir dann aber leider doch noch sehen, dass es sie doch auch auf den Galapagos-Inseln gibt, die fotogeilen Rücksichtslosen. Obwohl die uns begleitende Schnorcheltour-Expertin uns vor dem Eintauchen noch gebeten hat, nicht zu nah an die jungen und äußerst verspielten Seelöwen heranzuschwimmen, weil die Seelöwen-Papis, die ihre Kleinen beschützen, um einiges aggressiver seien als Haie und außerdem die Seelöwen-Mamis bei menschlicher Berührung ihres Nachwuchs die bis zum 4. Lebensjahr abhängigen Jungen nicht mehr füttern würden, haben wir natürlich 5 Kandidat:innen in der Gruppe (und damit fast die Hälfte der heutigen Passagiere), die von unserer Schnorchelführerin mehrmals ermahnt werden müssen. Denn das Bellen des Seelöwen-Männchens wird immer lauter, während die Instagrammer unserer Gruppe für ihre Fotos oder Go-Pro-Videos viel zu nah heranschwimmen. Mit gemischten Gefühlen schnorcheln wir dann noch ein bisschen weiter, um Wasserschildkröten und Rochen zu suchen, begegnen aber nur Ersteren.

Trotz zumindest kurzem Neoprenanzug schüttelt es uns mittlerweile wie zwei defekte Waschmaschinen, weshalb wir etwas früher zurück zum Boot schwimmen, wo uns schließlich zum sonoren Gerülpse, Gestöhne und Gewürge der Seelöwen ein herrliches Mittagessen serviert wird. Der dritte Schnorchelgang entfällt und als Ersatzprogramm wird angekündigt, dass wir noch etwas fischen gehen. Tatsächlich besteht dieses „Fischen“ dann aber nur darin, dass wir halbherzig eine Angelschnur hinter unserem Boot herziehen, während wir uns der Insel Santa Fé entlang langsam auf den Rückweg machen. Gefangen haben wir bei dieser Pseudo-Aktion natürlich nichts.

Wann kommt der Bus? Wann kommt der Bus?
Auf nach Santa Fé. Auf nach Santa Fé.
Kurze Wasserpause. Kurze Wasserpause.
Zwei Blaufußtölpel. Zwei Blaufußtölpel.
Seelöwen-Kindergarten. Seelöwen-Kindergarten.
Schildiiiis. Schildiiiis.
Encebollado. Encebollado.
"Wos is?" "Wos is?"
"Wollen die uns verarschen?" "Wollen die uns verarschen?"
Tutti kaputti. Tutti kaputti.
Baba Santa Fé. Baba Santa Fé.
Zurück in Santa Cruz. Zurück in Santa Cruz.
"Sind die echt?" "Sind die echt?"

Guayaquil

Im Übergang zum zweiten Viertel Mai. „Großstadt halt.“

Da die Flugverbindungen von den Galapagosinseln nach Guatemala City meist einen mehrstündigen Aufenthalt in Guayaquil beinhalten, an denen man über Nacht am Flughafen hängt, teilen wir die drei Flüge, die man nach Guatemala mindestens braucht, einfach auf zwei Tage auf und bleiben noch eine Nacht in Guayaquil. Nicht nur aufgrund unseres kurzen Aufenthalts, sondern auch aufgrund der modernen Großstadtkonformität, die die landesüblichen kulturellen Eigenheit und Traditionen komplett verschwinden lässt, fällt auch unser Bericht entsprechend flach aus: Endlich keine Insekten mehr. Essen – Schlafen – Essen – Tschüss.

Parque Semiario. Parque Semiario.
Hungritthias. Hungritthias.
Mottenkönig. Mottenkönig.
Abflug. Oder haaaalt stopp! Abflug. Oder haaaalt stopp!

Schnappschuss-Abteilung

Zuletzt überlassen wir euch hier wie immer noch weitere kommentarlose Bilder, wobei aus der Flower Power jetzt doch etwas mehr Animal Power geworden ist.

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Letzte Aktualisierung: 26.05.2024

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